Archive for February, 2010

Gema wehrt sich gegen “Bashing”

Friday, February 26th, 2010

(Vorweg: Ich bin FÜR eine angemessene Vergütung von Musikern und Komponisten.)

So, heute will also die gute alte GEMA eine groooße Runde Mitleid.
Und zwar hat der Spiegel in seiner Printausgabe 7/2010 einen ziemlich kritischen Artikel geschrieben. (Online lesbar hier, danke an den Admin von Radio BlackHole für die Abschrift)

Nun nehmen einige ausgewählte Mitglieder der GEMA Stellung zum Artikel.
Und wie bestürzt die alle sind, wie man es auch nur wagen kann einen so tollen Verein zu kritisieren! Man ziehe quasi sämtliche Urheber in den Dreck und beraube sie ihres Rechtes auf Bezahlung.  Aha. Soso.
Der Spiegel-Artikel und das Internet sind voll von sehr guten Beispielen die die gravierenden Mängel der GEMA anschaulich verdeutlichen. (Mängel die ich ebenso sehe und wegen denen ich der GEMA garnicht beitreten kann, ohne mich selbst meiner Existenzgrundlage zu berauben)
Im Folgenden möchte ich  mal zu einigen der Punkten Stellung nehmen:

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Alte Titel sollen jetzt günstiger verkauft werden

Friday, February 26th, 2010

Wow!
Was für eine großartige Idee!!
Das hätte ich den großen Labels nicht zugetraut.
Sie haben tatsächlich fest gestellt, dass ihre Schäfchen keine Lust haben sich uralt-Titel zum vollen Preis zu kaufen! Und sie sind auf die grandiose Idee gekommen, dass die sich vielleicht wieder besser verkaufen wenn man den Preis senkt.

Glückwunsch! Für diese absolut krasse Einsicht habt ihr nur ca 30 Jahre gebraucht.
Das ist in unserer langsamen Welt nun wirklich keine lange Zeit.

(aber mal ohne Sarkasmus:  Schön, dass sie das endlich verstanden haben.)

Australischer Musikmarkt schafft Trendwende – Schwarze Zahlen

Thursday, February 25th, 2010

Die Meldung ist zwar schon etwas älter, aber dennoch interessant:
Zum ersten mal seit 6 Jahren schreibt das Musikgeschäft in Australien wieder schwarze Zahlen.  Wie die Autralian Record Industry Association (AIRA) meldet stiegen die Umsätze 2009 um 4,8 Prozent auf 446,1 Millionen austr. Dollar, umgerechnet 325 Millionen Euro. Die Absatzzahlen stiegen um 14,15 % auf über 74 Millionen verkaufte Einheiten.

Im digitalen Bereich legten die Umsätze sogar um 46 Prozent auf 79,2 Mio austr. Dollar zu was den leichten Rückgang um 3.24% bei CD-Verkäufen wieder ausglich.
7,5% aller Alben wurden in digitaler Form verkauft.

Quelle: AIRA

Deutsches Downloadgeschäft wächst um 40%

Thursday, February 18th, 2010

Wie der Branchenverband Bitkom berichtet sind die Zahlen von Musikdownloads auch 2009 wieder drastisch gestiegen. Insgesamt wurden 51,4 Millionen Songs und Alben online gekauft, 27% mehr als noch im Vorjahr und beinahe doppelt so viele wie 2006.
Damit wächst der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr (80 Mio. €) um stolze 40% auf 112 Mio €.

Der Preis einzelner Songs sinkt übrigens langsam aber kontinuierlich, von 1,08€ aktuell gegenüber 1,14€ vor 3 Jahren.

Gema gewinnt – Clear verliert. Und damit die Musiker..

Tuesday, February 16th, 2010

Im Prozess Barbara Clear gegen die GEMA hat das Oberlandesgericht München auch die Berufung abgewiesen. Clear habe keinen Anspruch auf eine Ausschüttung von 10.000 Euro.

Der Grund für die Klage Clears ist der äußerst unfaire PRO-Verteilunggschüssel der GEMA. Hierbei werden Musiker die ihre Konzerte selbst veranstalten zum Teil auf extreme Weise ausgebeutet, die Einnahmen von unten nach oben umverteilt.
Der größte Witz an der Geschichte ist jedoch, daß die Umstellung auf diesen unfairen Verteilungsschlüssel vom Vorstand der GEMA einfach beschlossen wurde, es gab keine Abstimmung durch die Mitglieder.
Die GEMA wurde inzwischen vom Obersten Gerichsthof dazu verdonnert diese Abstimmung nachzuholen. Folgen? Keine. Das höchste deutsche Gericht wird einfach ignoriert.

Um die Ausmaße der Umverteilung zu verdeutlichen hier ein konkretes Beispiel (Quelle: Musikernews) anhand eines echten Falles:

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How to – heute: Wie ruiniere ich einen Musikkonzern?

Friday, February 5th, 2010

Es fehlt nicht mehr viel und die älteste und traditionsreichste der verbliebenen 4 Plattenfirmen, Electric and Musical Industries (EMI) ist pleite.
Im Geschäftsjahr bis März 2009 machte sie 1,8 Milliarden Euro Verlust.
Unternehmensprüfer warnen die EMI könne womöglich ihren Vertragsverpflichtungen nicht nachkommen, womit eine Fortsetzung des laufenden Betriebes fraglich wäre.

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Wer oder was ist ACTA und warum es uns nicht egal sein darf..

Tuesday, February 2nd, 2010

Jetzt wollte ich mir die Mühe zu machen das alles mal zu erklären und genau zu recherchieren, da kommt mir doch ausgerechnet der Spiegel zuvor.
Und da die hier (ausnahmsweise) mal ihren Job richtig gut erledigen reicht vorerst ein Link dorthin.

Jeder der sich auch nur im Ansatz Gedanken oder Sorgen um den Fortbestand des Netzes macht sollte unbedingt wissen worum es bei ACTA geht, welches zur Zeit unter komplettem Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt wird.

Ich werde mir übrigens wenn etwas mehr Zeit ist ebenfalls die Mühe das Thema hier ausführlicher zu beleuchten. Bis dahin, schau Dir den Spiegel-Artikel an.